RIP „Magister Historicus“

Uwe Hinz (2006)

Wer Uwe Hinz erlebt hat, möchte es kaum glauben, dass der Mann, dessen Herz so kräftig für seine „geliebte Stadt“ Bergen auf Rügen geschlagen hat, nicht mehr unter uns weilt. Eine große Liebe zu Bergen muss es wohl gewesen sein, der Uwe Hinz verfallen war. Wie sonst ließe sich sein beispielloses Engagement für unsere Stadt beschreiben.

In den letzten Jahren ist er besonders als „Magister Historicus“ in Erscheinung getreten. In seiner Kleidung aus der Zeit der Aufklärung brachte er vielen Urlaubern und manchem Einheimischen die Geschichte von Bergen bei seinen Stadtführungen näher. Seine Veröffentlichungen im Stadtboten, in der Ostsee-Zeitung und in Buchform erfreuten viele geschichtlich Interessierte.

Uwe Hinz war aber auch „der Altstadtverein“; beziehungsweise der Altstadtverein war er.  In den gut 20 Jahren Vereinsgeschichte war er die treibende Kraft. Besonders zu erwähnen wären hier die „Indigena-Abende“, welche ganz im Sinne von Johann Jacob Grümbke den Bergenern die Geschichte der Stadt und der Insel Rügen nähergebracht haben. Diese Veranstaltungen waren schon kleine Inszenierungen, mit viel Liebe zum Detail organisiert und durchgeführt.

Als Bergener Geschäftsmann lag ihm besonders die Belebung der Bergener Innenstadt am Herzen. Auch dafür hat er viel Herzblut vergossen. Nicht vergessen ist sein Ehrenamt als Stadtvertretervorsteher in der Nachwendezeit und auch im Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde war er tätig.

All die Dinge beim Namen zu nennen, die Uwe Hinz für Bergen getan hat, würde wohl den Rahmen dieses Nachrufs sprengen. So bleibt nur noch zu sagen: „Durch Dein Wirken für die Geschichte der Stadt bist Du selbst ein Stück Geschichte geworden.“

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