Besinnung zu Perspektivwechsel

Liebe Leserin, lieber Leser,
hatten Sie in diesem Sommer schon Urlaub? Dann hoffentlich nicht in der „Regenzeit“, hier in Mitteleuropa. Ich hatte Glück, zur Regenzeit war ich in der Heimat meiner Frau und es regnete wenig, vom Taifun „Egay“ mal abgesehen. So war ein schöner Urlaub möglich, nach einem anstrengenden und auch mit persönlichem Schmerz verbundenen ersten Jahreshalbjahr.
Dieser Urlaub ermöglichte auch wieder einen Perspektivwechsel. Wie relativ gut es uns geht, hier in Europa. Wirtschaftlich vor allen Dingen. Den Klimawandel bekommen wir mittlerweile auch hier zu spüren. Aber noch lange nicht so, wie die Menschen im globalen Süden.
Perspektivwechsel verändern die Sicht auf die Dinge. Kennen Sie die Weltkarte, wo der Südpol oben ist und der Nordpol unten? Es ist erstaunlich, wie fremd uns unser Weltbild auf einmal ist.
Perspektivwechsel wünsche ich mir auch manchmal in der Gemeinde. Nicht nur im Spannungsfeld Hauptamtliche/Freiwillige. Auch unserer gegenseitigen Wahrnehmung und unserem gegenseitigen Verständnis als Gemeindeglieder tun solche Perspektivwechsel gut.
Vor einiger Zeit bekam ich als Reaktion auf den Kirchgeldbrief eine Collage. Dieser konnte ich mich auch nur durch einen Perspektivwechsel nähern. Ich bin schon gespannt, ob ich die richtige Perspektive eingenommen habe, oder völlig daneben liege.
In der Bibel mahnt die Bergpredigt zum Perspektivwechsel: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? “ (Matthäus 7,3)
In diesem Sinne wünsche ich uns/Ihnen viele neue Einblicke.
Ihr Tino Mehner
Vorsitzender des Kirchengemeinderat

Quelle: Gemeindebrief Ev. Kirchengemeinde Bergen auf Rügen, Ausgabe September 2023

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